Personalführung in der Arztpraxis kostet einschließlich aller Lohnnebenkosten 50 bis 65 Prozent des Praxisumsatzes; dazu kommen Verwaltungskosten für Lohnbuchhaltung, Personalakten und Arbeitsrechtberatung von 2.000 bis 5.000 Euro jährlich.

Direkte Personalkosten: MFA-Bruttogehalt 2.200 bis 3.500 Euro/Monat je nach Qualifikation und Tarifstufe (MFA-Tarifvertrag), Arbeitgeberanteil Sozialversicherung ca. 20 Prozent auf das Brutto = 440 bis 700 Euro/Monat, Urlaubsgeld und Jahressonderzahlung ca. 1 bis 1,5 Monatsgehälter/Jahr. Gesamtkosten je Vollzeit-MFA: ca. 35.000 bis 60.000 Euro jährlich (Gesamtarbeitgeberbelastung).

Hintergrund

In einer Allgemeinpraxis mit einem Arzt sind typischerweise 2 bis 4 MFAs beschäftigt; der Personalaufwand beläuft sich damit auf 70.000 bis 240.000 Euro jährlich. Die Lohnbuchhaltung durch Steuerberater oder spezialisiertes Büro kostet 50 bis 150 Euro je Mitarbeiter und Monat. Zusatzkosten Personalverwaltung: Arbeitsverträge und AGB durch Anwalt einmalig 500 bis 2.000 Euro, Mutterschutz-/Elternzeitverwaltung 5 bis 10 Stunden Büroaufwand je Fall, Arbeitszeiterfassung und Urlaubsplanung 2 bis 5 Stunden/Monat. Mitarbeiterbindungskosten: Betriebliche Altersvorsorge nach § 1a BetrAVG (Direktversicherung) 30 bis 100 Euro/Mitarbeiter/Monat arbeitgeberseitig, Gruppenunfall- oder -krankenversicherung 20 bis 60 Euro/Mitarbeiter/Monat. Diese Zusatzleistungen erhöhen die Arbeitgeberattraktivität und senken Fluktuation.

Ärzteversichert hilft Praxisinhabern, kosteneffiziente Mitarbeiter-Benefit-Pakete zu gestalten, die die Mitarbeiterbindung stärken.

Wann gilt das nicht?

Praxen mit ausschließlich geringfügig beschäftigten MFAs (Minijob 556 Euro/Monat Grenze) haben deutlich geringere Lohnnebenkosten; der Stundensatz ist aber oft höher und Fluktuation stärker.

Quellen

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