Eine Pflegezusatzversicherung kostet Ärzte je nach Einstiegsalter und Leistungshöhe zwischen 40 und 200 Euro monatlich; mit einem versicherten Pflege-Tagegeld von 100 Euro können Ärzte die monatliche Pflegelücke von 2.000 bis 3.500 Euro weitgehend schließen.

Monatsbeiträge Pflege-Tagegeldversicherung (100 Euro/Tag Leistung ab Pflegegrad 2): Eintrittsalter 35 Jahre ca. 40 bis 80 Euro/Monat, Eintrittsalter 45 Jahre ca. 70 bis 130 Euro/Monat, Eintrittsalter 55 Jahre ca. 120 bis 200 Euro/Monat. Je früher der Einstieg, desto günstiger der Beitrag; im Pflegefall zahlt die Versicherung 100 Euro/Tag = 3.000 Euro/Monat aus Pflegegrad 2 aufwärts.

Hintergrund

Ärzte haben durch ihre Versorgungswerkansprüche (Altersrente 2.000 bis 6.000 Euro/Monat) eine bessere Ausgangslage als andere Berufsgruppen; dennoch bleibt beim vollstationären Pflegefall ein Eigenanteil von 2.000 bis 3.500 Euro monatlich. Pflegezusatzversicherungstypen: Pflege-Tagegeld (Geldbetrag pro Tag unabhängig von tatsächlichen Kosten), Pflegekostenversicherung (erstattet tatsächliche Pflegekosten bis zur vereinbarten Höhe), Pflege-Rente (monatliche Rente ab einem bestimmten Pflegegrad). Für Ärzte empfiehlt sich meist das Pflege-Tagegeld wegen seiner Flexibilität. Staatliche Förderung: Pflege-Bahr-Versicherungen (§ 126 SGB XI) werden mit 60 Euro/Jahr staatlich bezuschusst; minimale Anforderungen (kein Gesundheitscheck für grundlegendem Tarif). Gesundheitsprüfung: Für höhere Tagegeldstufen (ab 50 bis 100 Euro/Tag) ist meist eine Gesundheitsprüfung erforderlich; bei Vorerkrankungen können Ausschlüsse oder Risikozuschläge anfallen.

Ärzteversichert vergleicht Pflegezusatzversicherungen für Ärzte und empfiehlt den optimalen Einstiegszeitpunkt für eine kosteneffiziente Absicherung.

Wann gilt das nicht?

Ärzte mit sehr hohem Versorgungswerkanspruch (Rente über 5.000 Euro/Monat) können die Pflegeheimkosten teilweise aus laufenden Renteneinkünften finanzieren; eine hohe Pflegezusatzversicherung ist dann weniger dringlich.

Quellen

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