Ein Beitragsentlastungstarif in der PKV kostet monatlich zwischen 20 und 80 Euro und soll den Versicherungsbeitrag ab dem Renteneintritt um 100 bis weit über 400 Euro pro Monat reduzieren.

Mit einem Beitragsentlastungstarif bildet der PKV-Versicherte im Laufe seines Berufslebens Kapital an, das im Rentenalter gezielt zur Reduzierung des dann oft deutlich gestiegenen PKV-Beitrags eingesetzt wird.

Hintergrund

PKV-Beiträge steigen im Alter, weil die Alterungsrückstellungen trotz gesetzlicher Pflicht häufig nicht ausreichen, um die höheren Gesundheitsausgaben älterer Versicherter vollständig zu kompensieren. Der Gesetzgeber verpflichtet PKV-Anbieter zwar, einen Zehnprozent-Zuschlag für Beitragsentlastung anzusammeln (§ 12a VAG), doch viele Versicherte sichern darüber hinaus freiwillig einen Beitragsentlastungsbaustein ab. Konkret zahlt ein 35-jähriger Arzt etwa 40 Euro monatlich für eine Entlastung von 300 Euro ab dem 65. Lebensjahr – je früher der Einstieg, desto günstiger. Ohne solchen Baustein können PKV-Beiträge im Rentenalter 700 bis über 1.000 Euro monatlich betragen, was auf ein typisches Arztgehalt im Ruhestand erheblich drückt.

Ärzteversichert zeigt in einem individuellen Tarifvergleich, ob ein solcher Baustein beim aktuellen Versicherer vorhanden ist und welche Alternativen bestehen.

Wann gilt das nicht?

Beamte mit Beihilfeanspruch haben im Ruhestand einen erhöhten Beihilfebemessungssatz (70 %), sodass der PKV-Beitrag ohnehin sinkt – ein separater Beitragsentlastungstarif ist für sie weniger dringlich. Wer in der GKV pflichtversichert ist, benötigt dieses Instrument nicht.

Quellen

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