PKV-Kindertarife kosten je nach Anbieter und Leistungsumfang zwischen 80 und 250 Euro monatlich – da Kinder in der GKV beitragsfrei mitversichert sind, lohnt sich der Vergleich besonders genau.

PKV-Kindertarife sind für Kinder von privat versicherten Eltern eine Option, wenn beide Elternteile PKV-versichert sind; besonders attraktiv sind Tarife mit günstigem Einstiegsbeitrag ohne Gesundheitsprüfung direkt nach der Geburt.

Hintergrund

Sind beide Elternteile in der PKV, haben auch ihre Kinder Zugang zur privaten Krankenversicherung – es gibt keine beitragsfreie GKV-Familienversicherung. Kindertarife werden von den meisten PKV-Anbietern ab Geburt ohne Gesundheitsprüfung angeboten (sogenannte Neugeborenennachversicherung), sofern die Anmeldung innerhalb von zwei Monaten erfolgt. Die Bandbreite ist groß: Günstige Tarife mit GKV-ähnlichem Leistungsumfang beginnen bei ca. 80 bis 120 Euro monatlich; Premium-Tarife mit Chefarztbehandlung, Einzelzimmer und umfassender Zahnversorgung kosten 180 bis 250 Euro. Im Vergleich zum GKV-Beitrag für ein nicht familienversichertes Kind (Pflichtbeitrag ca. 210 Euro bei eigenem Einkommen) liegen Premium-PKV-Tarife also ähnlich hoch, bieten aber deutlich bessere Leistungen.

Ärzteversichert empfiehlt, Kindertarife nach Leistung (v. a. Kieferorthopädie, Brillen, Zahnersatz) und nicht nur nach Preis auszuwählen.

Wann gilt das nicht?

Ist nur ein Elternteil PKV-versichert, kann das Kind beitragsfrei in der GKV des anderen Elternteils mitversichert werden – sofern das GKV-Elternteil kein höheres Einkommen als das PKV-Elternteil hat. Eine PKV für das Kind ist dann oft nicht möglich oder nicht sinnvoll.

Quellen

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