Die PKV-Tarifwahl für Ärzte bestimmt die monatliche Belastung für Jahrzehnte: Premium-Tarife kosten einen 33-jährigen Arzt 350 bis 600 Euro monatlich, günstigere Einstiegstarife mit guten Leistungen ab 200 bis 300 Euro.
Hintergrund
Ärzte sind in der Regel ab Approbation oder Beginn der Facharztausbildung berechtigt, in die PKV einzutreten. Die Entscheidung sollte folgende Kriterien berücksichtigen: Erstattung der GOÄ bis zum 3,5-fachen Satz (Standard für Privatpatienten), stationäre Wahlleistungen (Chefarzt und Einzel- oder Zweibettzimmer), Zahnersatz und Kieferorthopädie, Krankentagegeld (besonders für Selbstständige), Beitragsentlastungsbaustein im Alter sowie Auslandskrankenversicherung. Ein Tarif, der heute 50 Euro günstiger ist, aber in 20 Jahren durch höhere Prämienerhöhungen teurer wird, ist langfristig nachteilig. Versicherer, die ihr Kollektiv gut kalkulieren, zeigen über Zeit stabilere Beitragsentwicklungen. Bei Ärzteversichert lassen sich alle relevanten Kriterien systematisch vergleichen, um die richtige Entscheidung zu treffen.
Wann gilt das nicht?
Ärzte im Beamtenstatus haben durch die Beihilfe eine andere Ausgangslage – für sie ist ein Beihilfe-Restkostentarif der richtige Ansatz, kein Vollkostentarif. Ärzte mit chronischen Vorerkrankungen können Risikozuschläge erhalten, die die Beitragskalkulation erheblich verschieben.
Quellen
- PKV-Verband – Tarifauswahl für neue PKV-Mitglieder
- Bundesärztekammer – Krankenversicherung für Ärzte
- BaFin – Transparenz bei PKV-Tarifen
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