Eine Praxis-App für Ärzte kostet je nach Anbieter und Funktionsumfang zwischen 30 und über 300 Euro monatlich.

Einfache Praxis-Apps für Online-Terminbuchung und Patientenkommunikation starten bei rund 30 bis 80 Euro monatlich. Umfassende Lösungen mit Videosprechstunde, digitalem Wartezimmer, Dokumentenversand und PVS-Integration kosten 150 bis über 300 Euro monatlich, zuzüglich einmaliger Einrichtungsgebühren von bis zu 1.000 Euro.

Hintergrund

Praxis-Apps umfassen verschiedene Funktionsbereiche, deren Kosten sich kumulieren können:

  • Online-Terminbuchung: 30 bis 80 Euro/Monat für einfache Kalenderintegration.
  • Patientenkommunikation (DSGVO-konformer Messenger, Erinnerungs-SMS): 40 bis 100 Euro/Monat.
  • Videosprechstunde: 0 bis 80 Euro/Monat (KBV-zugelassene Anbieter können über die Kassenärztliche Vereinigung teilfinanziert werden).
  • Digitales Wartezimmer/Check-in: 50 bis 120 Euro/Monat.
  • Vollintegrierte All-in-one-Lösungen mit PVS-Anbindung: 150 bis 350 Euro/Monat.

Wichtig ist die Zertifizierung nach KBV-Richtlinien, insbesondere für die Videosprechstunde (§ 291g SGB V) und die DSGVO-konforme Datenspeicherung. Die Telematikinfrastruktur-Förderung der KBV kann bestimmte Digitalinvestitionen anteilig refinanzieren. Einmalige Kosten entstehen bei der Integration in bestehende Praxisverwaltungssysteme (PVS): 200 bis 1.500 Euro je nach Schnittstelle.

Wann gilt das nicht?

Sehr kleine Praxen mit niedrigem Patientenaufkommen oder solche, die bereits vollständig in ein PVS mit integrierten App-Funktionen investiert haben, profitieren möglicherweise nicht vom Mehrwert einer separaten App. Zudem sind Apps ohne ausreichende Datensicherheit (fehlende DSGVO-Konformität) ein Haftungsrisiko und sollten nicht eingesetzt werden.

Ärzteversichert empfiehlt Praxisinhabern, Praxis-Apps gemeinsam mit ihrer Datenschutz- und Versicherungsberatung zu evaluieren, um unnötige Haftungsrisiken zu vermeiden.

Quellen

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