Praxis-Benchmarking kostet je nach Anbieter und Umfang zwischen 200 und 2.000 Euro jährlich; einfache KBV-Auswertungstools sind für Kassenmitglieder kostenlos nutzbar.

Professionelles Praxis-Benchmarking vergleicht Umsatz, Kosten und Patientenzahlen einer Arztpraxis mit Fachgruppenmittelwerten. Einfache KV-eigene Vergleichsauswertungen sind oft inklusive; externe Beratungs- oder Softwareangebote kosten 200 bis 2.000 Euro pro Jahr.

Hintergrund

Beim Praxis-Benchmarking werden Kennzahlen wie Umsatz pro Arzt, Behandlungsfälle pro Quartal, Personalkosten- und Mietkostenquote mit Fachgruppendurchschnittswerten verglichen. Die KBV publiziert jährlich Praxisbarometer-Daten mit Durchschnittswerten nach Fachgruppe und Praxistyp. Daraus lassen sich Handlungsfelder ableiten, etwa:

  • Abrechnungsoptimierung: Liegt der Honorarumsatz unter dem Fachgruppenmittelwert, können nicht abgerechnete Leistungen identifiziert werden.
  • Kostenstruktur: Eine Personalkostenquote von über 45 % des Umsatzes gilt als kritisch; die Mietkostenquote sollte unter 10 % liegen.
  • Patientenfrequenz: Liegt die Fallzahl deutlich unter dem Median, können Ursachen wie Erreichbarkeit oder Öffnungszeiten analysiert werden.

Externe Benchmarking-Software oder Beratung durch Praxisberater kostet 200 bis 500 Euro für einfache Berichte; umfassende Beratungsprojekte mit Analysegespräch können 1.500 bis 2.000 Euro oder mehr kosten.

Wann gilt das nicht?

Für Praxen im MVZ oder Angestelltenverhältnis übernimmt in der Regel der Träger das Controlling; ein individuelles Benchmarking durch den angestellten Arzt ist nicht üblich. Zudem sind Benchmarking-Daten nur sinnvoll, wenn sie auf vergleichbaren Praxisstrukturen (Fachgruppe, Region, Zulassungstyp) basieren.

Ärzteversichert unterstützt niedergelassene Ärzte dabei, ihre wirtschaftliche Situation einzuordnen und auf Basis von Benchmarking-Ergebnissen die richtigen Absicherungsbausteine zu wählen.

Quellen

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