Bewertungsportale für Arztpraxen sind als Basisprofil kostenlos; Premium-Profile mit erweiterten Funktionen kosten 30 bis 150 Euro monatlich.

Portale wie Jameda oder Doctolib legen automatisch kostenlose Basisprofile für niedergelassene Ärzte an. Wer aktiv von Werbeanzeigen konkurrierender Kollegen verschont werden und eigene Terminbuchungen einbinden möchte, zahlt für Premium-Pakete 30 bis 150 Euro pro Monat.

Hintergrund

Ärzte-Bewertungsportale sind für die Patientengewinnung inzwischen relevant: Über 40 % der Patienten berücksichtigen Online-Bewertungen bei der Arztsuche. Die gängigen Kostenmodelle lauten:

  • Kostenfreies Basisprofil: Automatisch angelegt, eingeschränkte Bearbeitungsmöglichkeiten, ggf. Anzeigen von Mitbewerbern auf dem eigenen Profil.
  • Premium-Paket: 30 bis 150 Euro/Monat, enthält Werbeschutz, erweitertes Profil, Verlinkung zur Praxis-Website, Anzeige von Sprechzeiten und Terminen.
  • Buchungsintegration: Viele Portale bieten Online-Terminbuchung als Zusatzmodul für 50 bis 200 Euro/Monat an.

Aus rechtlicher Sicht sollten Ärzte negative Bewertungen regelmäßig prüfen: Falsche Tatsachenbehauptungen können über §§ 823, 1004 BGB gelöscht werden; die Geltendmachung durch einen Anwalt kostet typischerweise 500 bis 1.500 Euro pro Fall.

Wann gilt das nicht?

Praxen mit Wartelisten und voller Kapazitätsauslastung erzielen durch Premium-Profile keinen messbaren Nutzen. Außerdem ist aktive Aufforderung zu Bewertungen durch den Arzt kritisch und kann Heilmittelwerbegesetz-widrig sein. Wer lediglich die Grundpräsenz im Internet sichern möchte, kommt mit dem kostenlosen Basisprofil aus.

Ärzteversichert hilft Medizinern dabei, ihre Praxis-Online-Präsenz als Teil des Gesamtrisikomanagements zu betrachten und Reputationsrisiken gezielt abzusichern.

Quellen

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