Praxis-Controlling kostet je nach Umfang und Beratungstiefe zwischen 500 und 5.000 Euro jährlich; einfache interne Auswertungen lassen sich mit Praxisverwaltungssoftware kostenlos erstellen.

Strukturiertes Praxis-Controlling umfasst monatliche Soll-Ist-Vergleiche von Umsatz, Kosten und Liquidität. Einfache Lösungen über bestehende PVS-Software sind nahezu kostenfrei; professionelle externe Praxisberatung mit Quartalsberichten kostet 1.500 bis 5.000 Euro jährlich.

Hintergrund

Ein funktionsfähiges Controlling ist für niedergelassene Ärzte unverzichtbar, um wirtschaftliche Schieflagen frühzeitig zu erkennen. Typische Kostenbausteine sind:

  • PVS-integrierte Auswertungen: In modernen Praxisverwaltungssystemen enthalten; laufende Kosten gehen bereits in der PVS-Lizenz auf (30 bis 100 Euro/Monat).
  • Steuerberater mit Praxisfokus: Monatliche Buchhaltung und betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) kostet 150 bis 400 Euro/Monat, also 1.800 bis 4.800 Euro jährlich.
  • Spezialisierter Praxisberater: Quartalsweise Beratungsgespräche mit Kennzahlenanalyse kosten 500 bis 1.500 Euro pro Sitzung.
  • Controlling-Software (eigenständige Lösung): 50 bis 200 Euro/Monat als SaaS-Lösung.

Die KBV empfiehlt Kennzahlen wie Umsatz pro Behandlungsfall, Kosten-Umsatz-Relation und Personalkosten in Prozent des Gesamtumsatzes als Steuerungsgrößen. Eine Personalkosten-quote von über 45 % gilt als Warnsignal.

Wann gilt das nicht?

Im MVZ oder in Anstellungsverhältnissen übernimmt die Geschäftsführung das Controlling; der angestellte Arzt trägt dafür keine Verantwortung und keine Kosten. Sehr kleine Praxen mit konstantem Patientenstamm und wenig Kostenvariabilität benötigen kein aufwendiges Controlling.

Ärzteversichert empfiehlt, Praxis-Controlling als Grundlage für alle unternehmerischen Entscheidungen zu verstehen, einschließlich der Wahl und Anpassung des Versicherungsportfolios.

Quellen

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