Eine Praxiserweiterung kostet je nach Umfang zwischen 20.000 und über 200.000 Euro; große Umbau- und Geräteinvestitionen können diesen Rahmen deutlich übersteigen.

Die Kosten einer Praxiserweiterung hängen stark vom Vorhaben ab: Zusätzliche Behandlungszimmer kosten im Umbau 15.000 bis 60.000 Euro, neue Großgeräte (z. B. Ultraschall, Endoskop) weitere 20.000 bis 100.000 Euro. Hinzu kommen Planungs-, Genehmigungsund Finanzierungskosten.

Hintergrund

Eine Praxiserweiterung kann verschiedene Formen annehmen, die unterschiedliche Kostenblöcke erzeugen:

  • Flächenerweiterung (Anmietung benachbarter Räume, Umbau): 15.000 bis 80.000 Euro je nach Grundriss und Ausstattungsstandard.
  • Neue Großgeräte: Ultraschall 20.000 bis 60.000 Euro, MRT als Nutzungsbeteiligung ab 500 Euro/Monat, CT 150.000 bis 400.000 Euro.
  • Zusätzliches Personal: Laufende Personalkostensteigerung von 30.000 bis 60.000 Euro jährlich pro Vollzeitstelle.
  • Genehmigungen und Zulassungen: z. B. Erweiterung der Kassenzulassung auf weitere Arztstellen; Kosten für Beratung und Antragstellung 1.000 bis 5.000 Euro.
  • Bankfinanzierung: Bei 100.000 Euro Kredit über 10 Jahre und 4 % Zinsen entstehen Zinskosten von rund 22.000 Euro.

Für die Praxisversicherung ist wichtig: Eine Erweiterung erhöht den Inventarwert und die Betriebsstättenfläche, sodass Inventarversicherung, Betriebshaftpflicht und Praxisausfallversicherung angepasst werden müssen.

Wann gilt das nicht?

Im Angestelltenverhältnis trägt der Praxisinhaber oder Klinikträger die Erweiterungskosten, nicht der angestellte Arzt. Vertragsärzte müssen bei Erweiterungen prüfen, ob Zulassungsänderungen bei der Kassenärztlichen Vereinigung beantragt werden müssen.

Ärzteversichert empfiehlt, bei jeder Praxiserweiterung alle bestehenden Versicherungsverträge auf den neuen Bedarf anzupassen, um Unterversicherung zu vermeiden.

Quellen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →