Eine professionelle Praxis-Nachfolgeplanung kostet insgesamt zwischen 2.000 und 15.000 Euro für Praxisbewertung, Steuer- und Rechtsberatung sowie gegebenenfalls die Käufersuche.

Die Nachfolgeplanung umfasst Praxisbewertung (1.000 bis 5.000 Euro), steuerliche Optimierung (1.500 bis 5.000 Euro) und rechtliche Vertragsgestaltung (1.000 bis 3.000 Euro). Wer zu spät beginnt, verliert steuerliche Gestaltungsspielräume und erzielt in der Regel einen geringeren Verkaufspreis.

Hintergrund

Die Nachfolge einer Arztpraxis ist komplex: Neben dem wirtschaftlichen Praxiswert sind kassenärztliche Zulassungsfragen, Mietverträge, Personalübernahme und die steuerliche Gestaltung des Verkaufsgewinns zu klären.

Typische Kostenpositionen:

  • Praxisbewertung: 1.000 bis 5.000 Euro, Basis für den Kaufpreisverhandlung.
  • Steuerliche Beratung: Prüfung des Veräußerungsgewinns, Nutzung des Freibetrags nach § 16 EStG (bis 45.000 Euro), ermäßigter Steuersatz (§ 34 EStG); Beratungskosten 1.500 bis 5.000 Euro.
  • Rechtsberatung und Kaufvertrag: 1.000 bis 3.000 Euro.
  • KV-Verfahren (Ausschreibung, Zulassungsausschuss): Grundsätzlich ohne Gebühren, aber mit erheblichem Zeitaufwand.
  • Makler/Praxisbörse: 1 bis 3 % des Kaufpreises bei privaten Vermittlern; die KBV-Praxisbörse ist für Kassenärzte kostenfrei nutzbar.

Der optimale Zeitpunkt für den Start der Nachfolgeplanung liegt fünf bis sieben Jahre vor dem geplanten Übergabezeitpunkt.

Wann gilt das nicht?

Ärzte in MVZ oder Anstellungsverhältnissen tragen keine eigenen Nachfolgekosten. Bei Liquidation der Praxis ohne Käufer entfallen die Bewertungs- und Maklerkosten, jedoch entstehen Kosten für die Kündigung von Mietverträgen und die Entsorgung von Praxiseinrichtungen.

Ärzteversichert empfiehlt, im Rahmen der Nachfolgeplanung auch die Absicherung während der Übergangsphase zu prüfen, insbesondere Praxisausfallversicherung und Berufsunfähigkeitsschutz.

Quellen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →