Die Auswahl und Einführung einer Praxisverwaltungssoftware (PVS) verursacht einmalige Kosten von 1.000 bis 5.000 Euro für Einrichtung und Schulung sowie laufende Lizenzgebühren von 50 bis 300 Euro monatlich.
Praxisverwaltungssoftware wird zunehmend als SaaS (Software as a Service) angeboten und kostet 50 bis 300 Euro monatlich je nach Anbieter und Funktionsumfang. Einmalige Kosten für Datenmigration, Einrichtung und Personalschulung liegen bei 1.000 bis 5.000 Euro.
Hintergrund
Die Wahl des richtigen PVS ist eine langfristige Entscheidung, da ein Wechsel erneut Migrationskosten und Schulungsaufwand erzeugt. Relevante Kostenblöcke bei der Auswahl und Einführung:
- Lizenzkosten: 50 bis 300 Euro/Monat, abhängig von Arbeitsplatzanzahl und Modulen (Abrechnung, Terminplanung, Karteikarte, Labor, Recall).
- Einrichtung und Konfiguration: 500 bis 2.000 Euro einmalig durch den Anbieter oder externen IT-Dienstleister.
- Datenmigration: Übertragung aus dem alten System 500 bis 2.000 Euro.
- Personalschulung: 1 bis 3 Schulungstage à 200 bis 500 Euro/Tag oder inkludiert im Vertrag.
- KBV-Zertifizierung: Wichtig für die Abrechnung mit Kassenärztlicher Vereinigung; zertifizierte Systeme sind auf den KBV-Seiten gelistet.
- Telematikinfrastruktur-Kompatibilität: TI-Konnektor und ePA-Anbindung müssen unterstützt werden.
Wann gilt das nicht?
Praxen in MVZ oder übergeordneten Trägersystemen haben die Software oft vorgegeben. Sehr kleine Praxen (z. B. 1-Arzt-Praxis mit geringem Patientenvolumen) können mit kostengünstigeren Basislösungen auskommen.
Ärzteversichert empfiehlt, beim PVS-Vergleich auch die Datensicherheitsanforderungen (DSGVO, Datensicherung) zu prüfen und in das Praxisrisikomanagement einzubeziehen.
Quellen
- KBV – Praxissoftware und Zertifizierung
- Bundesärztekammer – IT-Sicherheit in Praxen
- BaFin – Datenschutz und IT
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