Die Optimierung der Privatabrechnung kostet einmalig 500 bis 5.000 Euro für Beratung, Schulung und ggf. Software; die erschlossenen Mehrerträge übersteigen diese Kosten in der Regel schnell.

Viele Arztpraxen schöpfen ihr GOÄ-Abrechnungspotenzial nicht voll aus: Studien zeigen Optimierungspotenziale von 10 bis 20 % des Privathonorars durch korrekte Ziffernanwendung, begründete Steigerungsfaktoren und vollständige Leistungserfassung. Beratungskosten liegen bei 500 bis 5.000 Euro.

Hintergrund

Die Privatabrechnung nach GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) bietet erhebliche Gestaltungsspielräume. Eine professionelle Abrechnungsoptimierung umfasst:

  • Abrechnungsanalyse: Überprüfung der genutzten Ziffern auf Vollständigkeit und Plausibilität; Kosten 500 bis 1.500 Euro durch spezialisierte Abrechnungsberater.
  • Schulung von Praxispersonal und Ärzten: 1 bis 3 Tage à 300 bis 600 Euro/Tag; Fokus auf Steigerungsfaktoren (GOÄ § 5) und Analogabrechnungen.
  • Software-Implementierung mit GOÄ-Plausibilitätsprüfung: 500 bis 2.000 Euro einmalig.
  • Outsourcing der Privatabrechnung an Abrechnungsdienstleister: 2 bis 5 % des Privathonorars als Provision; kein direkter Aufwand für die Praxis, aber laufende Kosten.

Die neue GOÄ (GOÄ 2025/2026) bringt voraussichtlich Änderungen bei Steigerungsfaktoren und Ziffernstruktur; eine frühzeitige Vorbereitung lohnt sich.

Wann gilt das nicht?

Kassenpatienten werden nach EBM abgerechnet; hier gibt es kaum Optimierungsspielraum. Reine Kassenpraxen mit wenigen Privatpatienten haben ein geringes Optimierungspotenzial. Ärzte, die ihre Privatabrechnung bereits vollständig an einen Dienstleister ausgelagert haben, profitieren von automatischer Optimierung.

Ärzteversichert empfiehlt, die Privatabrechnung regelmäßig zu überprüfen, insbesondere nach der Einführung der neuen GOÄ.

Quellen

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