Private-Equity-Beteiligungen erfordern Mindestanlagebeträge von 20.000 bis 250.000 Euro; hinzu kommen laufende Verwaltungsgebühren von 1,5 bis 2,5 % jährlich sowie eine Erfolgsbeteiligung von typisch 20 % der Gewinne.

Private-Equity-Fonds sind für qualifizierte Anleger zugänglich und verlangen Mindestbeteiligungen ab 20.000 Euro (Retailzugang über ELTIF) bis 250.000 Euro (institutioneller Zugang). Verwaltungsgebühren von 1,5 bis 2,5 % jährlich und eine Erfolgsbeteiligung (Carried Interest) von 20 % über der Hurdle Rate (oft 8 % p. a.) machen die Gesamtkosten erheblich.

Hintergrund

Private Equity bezeichnet Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen; für Ärzte mit hohem Einkommen kann es eine interessante Beimischung im Portfolio sein. Die wesentlichen Kostenpositionen:

  • Mindestanlage: Ab 20.000 Euro über regulierte ELTIF-Strukturen; klassische PE-Fonds verlangen 250.000 Euro oder mehr.
  • Management Fee: 1,5 bis 2,5 % des zugesagten Kapitals jährlich, auch in der Investitionsphase, wenn Kapital noch nicht investiert ist.
  • Carried Interest: 20 % des Gewinns über der Hurdle Rate von typisch 8 % p. a.
  • Ausgabeaufschlag: Bei Retailprodukten 3 bis 5 % einmalig.
  • Laufzeit: 7 bis 12 Jahre Bindungsdauer; das Kapital ist in dieser Zeit illiquide.

Steuerlich werden PE-Erträge je nach Fondsstruktur als Kapitalerträge oder gewerbliche Einkünfte behandelt; die steuerliche Analyse durch einen spezialisierten Berater ist empfehlenswert.

Wann gilt das nicht?

Private Equity ist kein geeignetes Investment für Ärzte, die kurzfristig auf das eingesetzte Kapital angewiesen sind. Die BaFin reguliert PE-Produkte, die an Privatanleger vertrieben werden; Ärzte sollten ausschließlich regulierte Strukturen wählen und vor dem Investment die KID (Key Information Document) prüfen.

Ärzteversichert empfiehlt, Private Equity als illiquide Beimischung im Gesamtportfolio zu verstehen und maximal 10 bis 15 % des investierbaren Vermögens in illiquide Anlagen zu investieren.

Quellen

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