Eine professionelle Quartalsbericht-Analyse kostet je nach Umfang und Berater zwischen 200 und 1.000 Euro pro Quartal; die KV-eigene Auswertung ist in der Regel kostenfrei.

Kassenärzte erhalten von ihrer Kassenärztlichen Vereinigung vierteljährlich Honorarbescheide mit Abrechnungsübersichten. Die Analyse dieser Quartalsberichte auf Abrechnungslücken und Optimierungspotenziale kann intern (zeitaufwendig, kostenfrei) oder durch externe Abrechnungsberater (200 bis 1.000 Euro/Quartal) erfolgen.

Hintergrund

Der Quartalsbericht (Honorarbescheid) ist das zentrale Steuerungsinstrument für den wirtschaftlichen Erfolg einer Kassenpraxis. Er enthält:

  • Übersicht abgerechneter Leistungen nach GOP (Gebührenordnungsposition).
  • Fallzahl und Durchschnittsvergütung im Vergleich zur Fachgruppe.
  • Gesamthonorar nach Abzug von Einbehalten und Berichtigungen.
  • Wirtschaftlichkeitshinweise bei auffälligem Verordnungsverhalten.

Für die Analyse empfiehlt sich ein Vergleich mit Fachgruppenmittelwerten aus dem KBV-Praxisbarometer. Abrechnungsberater überprüfen, ob alle erbrachten Leistungen korrekt verschlüsselt und abgerechnet wurden; Optimierungspotenziale von 5 bis 15 % des Quartalshonorar sind in manchen Praxen realistisch.

Externe Analyse durch einen Abrechnungsspezialisten oder die Steuerberatergesellschaft kostet je nach Aufwand 200 bis 1.000 Euro pro Quartal.

Wann gilt das nicht?

Privatärzte rechnen nicht über die KV ab; ein Quartalsbericht der KV entfällt. Angestellte Ärzte erhalten keinen eigenen Quartalsbericht; die Abrechnung läuft über den Praxisinhaber oder Klinikträger.

Ärzteversichert empfiehlt, die Quartalsbericht-Analyse als festen Bestandteil des Praxiscontrollings zu etablieren, um wirtschaftliche Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Quellen

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