Eine Risikolebensversicherung für Ärzte kostet je nach Eintrittsalter, Versicherungssumme, Gesundheitszustand und Laufzeit zwischen 200 und 1.500 Euro jährlich.

Eine Risikolebensversicherung mit 500.000 Euro Todesfallsumme kostet einen 35-jährigen Arzt ohne Vorerkrankungen bei 20 Jahren Laufzeit rund 300 bis 600 Euro jährlich. Raucher oder Ärzte mit Vorerkrankungen zahlen Risikozuschläge von 50 bis über 100 %.

Hintergrund

Die Risikolebensversicherung ist für Ärzte mit Familie, Immobiliendarlehen oder Praxisfinanzierung essenziell: Sie zahlt die vereinbarte Todesfallsumme an die Hinterbliebenen. Prämienrelevante Faktoren:

  • Eintrittsalter: Mit 30 Jahren zahlt man für 500.000 Euro über 20 Jahre rund 250 bis 450 Euro/Jahr; mit 45 Jahren 600 bis 1.200 Euro/Jahr.
  • Versicherungssumme: Faustregel: 3 bis 5 Jahres-Nettoeinkommen als Todesfallschutz empfohlen; bei 100.000 Euro Nettoeinkommen also 300.000 bis 500.000 Euro.
  • Laufzeit: Orientierung an der Restschuld eines Praxiskredits oder dem jüngsten Kind bis zum 25. Lebensjahr.
  • Gesundheitszustand: Vorerkrankungen, BMI-Risikofaktoren oder bestimmte Tätigkeiten (z. B. Notarztdienst) können Risikozuschläge auslösen.
  • Raucher vs. Nichtraucher: Raucher zahlen oft 50 bis 100 % mehr Prämie.

Empfehlenswert ist außerdem eine verbundene Risikolebensversicherung für Paare; sie ist günstiger als zwei Einzelpolicen.

Wann gilt das nicht?

Ärzte ohne finanzielle Abhängigkeiten (keine Familie, kein Kredit) benötigen möglicherweise keine oder nur eine geringe Todesfallabsicherung. Für den Schutz der eigenen Arbeitskraft ist die Berufsunfähigkeitsversicherung relevanter.

Ärzteversichert empfiehlt, die Risikolebensversicherung regelmäßig an veränderte Lebenssituationen (Praxisübernahme, Familienzuwachs) anzupassen.

Quellen

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