Eine Sachversicherung für die Arztpraxis kostet je nach Inventarwert, Deckungsumfang und Standort zwischen 500 und 3.000 Euro jährlich.

Die Sachversicherung einer Arztpraxis schützt das Inventar (Geräte, Mobiliar, IT) gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser und weitere Risiken. Bei einem Inventarwert von 150.000 Euro liegt die Jahresprämie typischerweise bei 600 bis 1.500 Euro; für technisch hochwertig ausgestattete Praxen deutlich mehr.

Hintergrund

Arztpraxen benötigen eine umfassende Sachversicherung, die folgende Bausteine abdeckt:

  • Inhaltsversicherung/Inventarversicherung: Schützt medizinische Geräte, Mobiliar, IT-Ausstattung gegen Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Sturm und Hagel; Prämie typisch 0,3 bis 0,8 % des Versicherungswertes jährlich.
  • Elektronikversicherung: Für EDV-Anlagen, PVS-Server und medizinische Elektronikgeräte gegen Betriebsschäden, Bedienungsfehler, Kurzschluss; 200 bis 600 Euro/Jahr.
  • Glasversicherung: Für Praxisfenster, Behandlungsraumverglasung; 100 bis 300 Euro/Jahr.
  • Einbruchdiebstahl-Zusatzdeckung: Für Hochrisikostandorte oder hochwertige Instrumente mit erhöhter Einbruchgefahr.
  • Maschinenversicherung: Für Großgeräte wie CT, MRT, Autoklav; gesonderte Prämie je nach Gerätewert.

Wichtig: Unterversicherung ist ein häufiges Problem. Der Inventarwert sollte regelmäßig aktualisiert werden; bei Unterversicherung zahlt der Versicherer nur anteilig.

Wann gilt das nicht?

Angestellte Ärzte in Kliniken oder MVZ benötigen keine eigene Sachversicherung; dies obliegt dem Träger. Mietpraxen müssen klar trennen, welche Positionen der Vermieter versichert und welche der Mieter-Arzt eigenständig versichern muss.

Ärzteversichert überprüft für Praxisinhaber, ob der Sachversicherungsschutz zum tatsächlichen Inventarwert der Praxis passt und alle relevanten Risiken abgedeckt sind.

Quellen

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