Smart Wearables in der Arztpraxis kosten je nach Gerätekategorie 100 bis 3.000 Euro pro Einheit; laufende Software- und Datenverwaltungskosten liegen bei 20 bis 100 Euro monatlich.
Smartwatches und Biosensoren (EKG-Monitor, Pulsoxymetrie, Glukosesensoren) werden zunehmend in der Praxisdiagnostik und im Telemonitoring eingesetzt. Die Gerätebeschaffungskosten liegen bei 100 bis 3.000 Euro; die Abrechnung über EBM ist für zertifizierte DiGA-gekoppelte Anwendungen möglich.
Hintergrund
Smart Wearables können in der Arztpraxis verschiedene diagnostische und Überwachungsaufgaben übernehmen:
- Consumer-Wearables (Smartwatch mit EKG-Funktion): 200 bis 800 Euro; nicht für medizinische Abrechnung zugelassen, aber für orientierende Befundung nutzbar.
- Medizinische Wearables (CE-zertifiziert): EKG-Langzeitmonitor 500 bis 3.000 Euro; Glukosesensor (CGM) 50 bis 150 Euro pro Sensor (14 Tage Tragezeit); Blutdruckmessgerät-Wearable 300 bis 800 Euro.
- Abrechnung: Telemedizinische Fernüberwachung nach GOP 01439 (EBM); DiGA (Digitale Gesundheitsanwendungen nach §139e SGB V) können von Ärzten verordnet werden, Kosten trägt die GKV.
- Datenschutz: DSGVO-konforme Datenverarbeitung von Gesundheitsdaten ist Pflicht; der Arzt ist Verantwortlicher im Sinne der DSGVO.
Wann gilt das nicht?
Rein informelle Consumer-Wearables ohne Medizinproduktemarkierung dürfen nicht als diagnostisches Mittel für Behandlungsentscheidungen genutzt werden. Die Haftungsfrage bei fehlerhaften Wearable-Daten ist rechtlich noch nicht abschließend geklärt.
Ärzteversichert empfiehlt Praxen mit Wearable-Einsatz, die Haftpflichtversicherung auf Einschluss digitaler Diagnoserisiken zu prüfen.
Quellen
- KBV – DiGA und Telemonitoring
- Bundesministerium für Gesundheit – Digitale Gesundheitsanwendungen
- BaFin – Datenschutz und digitale Gesundheit
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