Eine Sterbegeldversicherung kostet Ärzte je nach Eintrittsalter, Versicherungssumme und Tariftyp zwischen 20 und 150 Euro monatlich; im Todesfall wird eine Summe von typisch 5.000 bis 15.000 Euro ausgezahlt.

Die Sterbegeldversicherung deckt die unmittelbaren Beerdigungskosten ab (Bestattung, Grabstein, Trauerfeier), die in Deutschland typischerweise 5.000 bis 15.000 Euro kosten. Für Ärzte mit ausreichend Vermögen ist eine Risikolebensversicherung oder Kapitalanlage in der Regel wirtschaftlich sinnvoller.

Hintergrund

Die Sterbegeldversicherung ist eine Lebensversicherung mit vergleichsweise kleiner Versicherungssumme, die zur Deckung der Bestattungskosten dient. Für Ärzte gilt folgende Kalkulation:

  • Beerdigungskosten in Deutschland: 5.000 bis 15.000 Euro für Beerdigung, Grab, Trauerfeier, Sterbebriefe.
  • Prämien: Für einen 50-jährigen Arzt mit 10.000 Euro Versicherungssumme ca. 30 bis 80 Euro/Monat; für einen 65-Jährigen 60 bis 150 Euro/Monat.
  • Kosten-Nutzen-Analyse: Bei 15 Jahren Laufzeit zahlt man bei 80 Euro/Monat insgesamt 14.400 Euro Prämien für eine Leistung von 10.000 Euro; das ist in der Regel unwirtschaftlich.
  • Alternative: Risikolebensversicherung mit 50.000 Euro Summe kostet ähnlich viel und bietet deutlich mehr Schutz für Hinterbliebene.

Ärzte mit ausreichend Liquiditätsreserven (mehr als 15.000 Euro auf Tages- oder Festgeld) benötigen keine Sterbegeldversicherung; die Beerdigungskosten können aus dem Vermögen bestritten werden.

Wann gilt das nicht?

Ärzte ohne nennenswerte Rücklagen oder mit chronischen Erkrankungen, für die eine Risikolebensversicherung nicht mehr erschwinglich ist, können die Sterbegeldversicherung als letztes Mittel zur Absicherung der Beerdigungskosten einsetzen.

Ärzteversichert empfiehlt, die Sterbegeldversicherung kritisch zu prüfen und in der Regel eine umfassendere Todesfallabsicherung (Risikolebensversicherung) zu bevorzugen.

Quellen

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