Eine Sterilisationseinheit in der Arztpraxis kostet 8.000 bis 30.000 Euro in der Anschaffung; laufende Validierungs- und Wartungskosten betragen 3.000 bis 8.000 Euro jährlich.

Praxen, die Medizinprodukte wiederaufbereiten, benötigen einen Dampf-Autoklav (Klasse B: 8.000 bis 20.000 Euro) sowie eine KRINKO-konforme Aufbereitungsstrecke. Jährliche Validierungskosten nach DIN EN ISO 17665 betragen 1.500 bis 3.000 Euro; Wartungsverträge 1.000 bis 2.000 Euro.

Hintergrund

Die Sterilisation von Medizinprodukten in Arztpraxen ist durch EU-Medizinprodukteverordnung (MDR), DIN-Normen und KRINKO-Empfehlungen streng geregelt. Die wesentlichen Kostenpositionen:

  • Dampf-Autoklav Klasse B: 8.000 bis 20.000 Euro Anschaffungskosten; Klasse B für alle Instrumententypen (auch hohle und poröse Instrumente) geeignet.
  • Thermodesinfektionsgerät: 3.000 bis 10.000 Euro für maschinelle Vorreinigung vor der Sterilisation.
  • Verpackungsanlage (Siegelnahtgerät): 500 bis 2.000 Euro.
  • Erstvalidierung: 2.000 bis 4.000 Euro durch akkreditiertes Prüfinstitut.
  • Jährliche Leistungsqualifizierung (Requalifizierung): 1.500 bis 3.000 Euro.
  • Verbrauchsmaterialien: 1.000 bis 3.000 Euro/Jahr (Sterilisationsverpackungen, Indikatoren, Reinigungsmittel).

Wann gilt das nicht?

Praxen, die ausschließlich Einmalinstrumente verwenden und keine Wiederaufbereitung durchführen, benötigen keine eigene Sterilisationseinheit. Krankenhaus- und Klinikabteilungen nutzen zentrale Sterilisationsabteilungen (ZSVA) des Trägers.

Ärzteversichert empfiehlt Praxen mit eigener Sterilisationseinheit, den Gerätewert bei der Sachversicherung korrekt anzugeben und regelmäßig zu aktualisieren.

Quellen

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