Vermögensaufbau für Ärzte verursacht Beratungs- und Produktkosten von 0,3 bis 2 Prozent pro Jahr auf das angelegte Kapital – die Wahl der richtigen Strategie und kostengünstiger Anlageprodukte entscheidet langfristig über erhebliche Renditedifferenzen.
Hintergrund
Ärzte mit einem Nettoeinkommen von 5.000 bis 10.000 Euro monatlich sollten nach Expertenempfehlung mindestens 20 bis 30 Prozent des Nettoverdienstes investieren – das sind 1.000 bis 3.000 Euro monatlich. Typische Anlageformen: ETF-Sparpläne (Kosten: 0,1 bis 0,5 % pro Jahr), aktiv gemanagte Fonds (1,5 bis 2,5 % pro Jahr), Immobilien (Transaktionskosten 7 bis 12 % einmalig, dann laufende Verwaltungskosten), private Rentenversicherungen (1 bis 2,5 % Effektivkosten). Honorarberater erheben für eine Finanzplanung 150 bis 300 Euro Stundensatz oder 1.500 bis 5.000 Euro für ein umfassendes Gutachten. Provisionsbasierte Berater kosten formal nichts, belasten aber indirekt durch höhere Produktkosten. Für Ärzte besonders relevant: Versorgungswerksrente und private Altersvorsorge müssen aufeinander abgestimmt werden.
Ärzteversichert koordiniert die Beratung zu PKV, Versicherungen und Vermögensstrategie aus einer Hand.
Wann gilt das nicht?
Ärzte in der Weiterbildung mit geringem Einkommen können weniger investieren – hier stehen zunächst existenzielle Absicherungen (BU, Haftpflicht) im Vordergrund. Wer hohe Schulden aus dem Medizinstudium oder der Praxisgründung hat, sollte diese zuerst tilgen, bevor er breit investiert.
Quellen
- BMF – Kapitalertragsbesteuerung und Anlageprodukte
- DRV – Versorgungswerk und Rentenansprüche für Ärzte
- Bundesärztekammer – Altersvorsorge und Finanzen für Ärzte
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