Beim Neubau einer Arztpraxis sind mindestens drei Versicherungsbausteine erforderlich: Bauleistungsversicherung, Bauherrenhaftpflicht und Feuerrohbauversicherung – gemeinsam kosten sie typischerweise 0,3 bis 0,6 % der Bausumme als einmalige Gesamtprämie.

Bei einer Bausumme von 500.000 Euro belaufen sich die Versicherungskosten für die Bauphase auf rund 1.500 bis 3.000 Euro. Nach Fertigstellung folgen laufende Prämien für Gebäude-, Inventar- und Berufshaftpflichtversicherung.

Hintergrund

Die Bauleistungsversicherung deckt unvorhergesehene Beschädigungen am Bau während der Errichtung (Materialmängel, Sturm, Vandalismus, Hochwasser) und kostet ca. 0,15–0,25 % der Bausumme. Die Bauherrenhaftpflicht schützt vor Schadensersatzforderungen Dritter durch die Baustelle (z. B. Passanten, Nachbarn) und kostet für private und kleine gewerbliche Projekte ab 200 Euro einmalig. Die Feuerrohbauversicherung sichert den Rohbau gegen Brandschäden ab – sie ist oft kostenlos in die spätere Wohngebäude- oder Gewerbegebäudeversicherung integriert, wenn diese bereits vor Baubeginn abgeschlossen wird. Nach Fertigstellung entstehen laufende Prämien: Eine Gewerbegebäudeversicherung kostet für eine mittelgroße Praxis ab ca. 800 Euro jährlich. Ärzteversichert begleitet Praxisgründer beim Aufbau des gesamten Versicherungsschutzes von der Bauphase bis zum laufenden Betrieb.

Wann gilt das nicht?

Wer Praxisräume mietet statt baut, benötigt keine Bauherrenhaftpflicht und keine Gebäudeversicherung – diese Kosten trägt der Vermieter. Als Mieter ist aber ein eigener Miethaftpflichtschutz sinnvoll.

Quellen

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