Ein eigenes Praxis-Labor erhöht den Versicherungsbedarf einer Arztpraxis spürbar: Spezielle Elektronik- und Geräteversicherung sowie eine Haftpflicht-Erweiterung für Labordiagnostik kosten ab ca. 400 Euro jährlich zusätzlich.

Laborgeräte wie Hämatologie-Analysatoren, Zentrifugen oder PCR-Systeme müssen separat gegen Maschinenschäden und Diebstahl versichert werden. Fehldiagnosen durch fehlerhafte Laborergebnisse können zudem Haftpflichtansprüche auslösen, die in der Standard-Berufshaftpflicht abgedeckt sein müssen.

Hintergrund

Ein einfaches Praxis-Labor mit Basisbefundung (Blutbild, Urin, Schnelltests) kostet wenige zehntausend Euro in der Einrichtung und erfordert eine Elektronikversicherung ab ca. 150–200 Euro jährlich (bei einem Gerätewert von 15.000–30.000 Euro). Für größere Laboreinheiten mit Geräten im Wert von 100.000 Euro und mehr steigt die Prämie proportional. Die Berufshaftpflicht des Arztes muss explizit Schäden durch Labordiagnostik abdecken – ein fehlerhafter Befund kann zu Behandlungsverzögerungen und Folgeschäden führen. Viele Standardpolicen schließen dies zwar ein, aber der Umfang der eingesetzten Diagnostik sollte dem Versicherer gemeldet werden. Hinzu kommen ggf. Kosten für Datenschutz-Haftpflicht (Patientendaten aus Laborsystemen) ab ca. 200 Euro jährlich. Ärzteversichert berät bei der passenden Erweiterung bestehender Praxispolicen.

Wann gilt das nicht?

Praxen, die alle Laboranalysen an externe Labordienstleister (z. B. Labor Berlin, Synlab) auslagern, benötigen keine eigene Laborgeräteversicherung. Das externe Labor trägt die Haftung für seine Ergebnisse.

Quellen

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