Eine Versicherung für Medizingeräte – in der Regel als Elektronik- oder Maschinenversicherung abgeschlossen – kostet typischerweise 0,3 bis 0,8 % des Neuwerts der Geräte pro Jahr; bei 100.000 Euro Gerätewert sind das 300 bis 800 Euro jährlich.

Teure Medizingeräte wie Ultraschallgeräte, EKG-Systeme oder Endoskope sind in der einfachen Inhaltsversicherung oft nur zum Zeitwert oder mit Ausschlüssen für Bedienungsfehler versichert. Eine separate Elektronikversicherung bietet umfassenderen Schutz auf Neuwertbasis.

Hintergrund

Die Elektronikversicherung für Medizingeräte deckt Schäden durch Bedienungsfehler, Kurzschluss, Überspannung, Feuchtigkeit, Sturz und Einbruchdiebstahl. Sie gilt als Allgefahrenversicherung und schließt damit mehr Risiken ein als die Standard-Inhaltsversicherung. Bei einem typischen Praxis-Inventarwert von 80.000–200.000 Euro für Medizingeräte kostet die Police 250–1.600 Euro jährlich. Hochwertige Bildgebungsgeräte (MRT, CT) werden separat mit Spezialtarifen ab ca. 0,2 % des Neuwerts versichert. Bei Leasing oder Finanzierung ist zu prüfen, wer die Versicherungspflicht trägt – häufig fordert der Leasinggeber einen Nachweis. Das Team von Ärzteversichert hilft dabei, den tatsächlichen Inventarwert zu ermitteln und Unterversicherung zu vermeiden.

Wann gilt das nicht?

Gemietete oder geleaste Geräte können über die Versicherung des Leasinggebers abgedeckt sein – das ist im Leasingvertrag geregelt. Günstige Kleingeräte unter 1.000 Euro Anschaffungswert sind oft sinnvoller selbst zu tragen als zu versichern.

Quellen

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