Eine Physiotherapie-Praxis benötigt vor allem eine Berufshaftpflicht für manuelle und apparative Behandlungen sowie eine Inhalts- und Betriebsunterbrechungsversicherung – für eine Einzelpraxis mit einem bis zwei Therapeuten liegen die Gesamtkosten zwischen 1.500 und 3.500 Euro jährlich.

Physiotherapeuten haften für Behandlungsfehler – von falschen Mobilisierungen bis zu Schäden durch medizinische Trainingsgeräte. Eine Berufshaftpflicht mit mindestens 3 Mio. Euro Deckungssumme ist unverzichtbar; die Praxis sollte zudem gegen Betriebsunterbrechung abgesichert sein.

Hintergrund

Die Berufshaftpflicht für Physiotherapeuten kostet als Einzelperson ab ca. 400–600 Euro jährlich; für eine Praxis mit mehreren angestellten Therapeuten steigt die Prämie auf 800–2.000 Euro. Hinzu kommen Praxisinhaltsversicherung (Behandlungsliegen, Geräte, IT) ab ca. 300 Euro p. a. und Betriebsunterbrechung ab ca. 400 Euro. Praxen mit hochwertigen Therapiegeräten (z. B. Stoßwellentherapie, Laufbänder, Ergometer) benötigen zusätzlich eine Elektronikversicherung. Eine Betriebsunterbrechung durch Krankheit oder Unfall des Inhabers kann bei einem Monatsumsatz von 15.000–20.000 Euro schnell existenzbedrohend werden. Ärzteversichert berät auch Kooperationen zwischen Ärzten und Physiotherapeuten zur gemeinsamen Versicherungsoptimierung.

Wann gilt das nicht?

Physiotherapeuten, die ausschließlich als Angestellte tätig sind, sind über den Arbeitgeber versichert und tragen keine eigenen Versicherungskosten. Wer nebenberuflich als Hausbesuch-Physiotherapeut tätig ist, muss seinen Schutz selbst sicherstellen.

Quellen

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