Eine Vertrauensschadenversicherung für Arztpraxen kostet je nach Deckungssumme und Anzahl der versicherten Mitarbeitenden zwischen 200 und 800 Euro jährlich und schützt vor finanziellen Schäden durch unehrliche Handlungen von Praxismitarbeitenden.

Arztpraxen mit Kassenbestand und Zugang zu Medikamenten sind besonders gefährdet: Mitarbeitende könnten Bargeld veruntreuen, Rezepte fälschen oder Medikamente entwenden. Eine Vertrauensschadenversicherung deckt solche Schäden ab – die normale Betriebshaftpflicht tut das nicht.

Hintergrund

Die Vertrauensschadenversicherung (auch Fidelity-Versicherung) greift bei vorsätzlichen unehrlichen Handlungen von Mitarbeitenden wie: Kassendiebstahl, Unterschlagung von Patientenzuzahlungen, Rezeptfälschung zum eigenen Vorteil, Daten- oder Medikamentendiebstahl. Praxen mit einem Jahresumsatz von ca. 500.000 Euro und 5–8 Mitarbeitenden wählen typischerweise eine Deckungssumme von 50.000–150.000 Euro; die Jahresprämie beträgt dann 250–600 Euro. Schadensbeispiele aus der Praxis: Eine MFA unterschlägt über 3 Jahre Barzahlungen von zusammen 40.000 Euro. Ohne Vertrauensschadenversicherung trägt der Praxisinhaber diesen Verlust. Ärzteversichert empfiehlt die Vertrauensschadenversicherung als günstige Ergänzung zum Praxisversicherungspaket.

Wann gilt das nicht?

Solopraxen ohne angestellte Mitarbeitende benötigen keine Vertrauensschadenversicherung. Bei sehr kleinen Praxen kann das Risiko durch interne Kontrollen (4-Augen-Prinzip bei Kassenführung) so weit reduziert werden, dass die Versicherung nicht wirtschaftlich ist.

Quellen

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