Der Wiedereinstieg nach Elternzeit verursacht für Ärzte direkte Kosten von 500 bis 2.000 Euro für Pflichtfortbildungen sowie indirekte Einkommensverluste durch Qualifikationsgespräche und eine mögliche Reduktion auf Teilzeittätigkeit.

Pflichtfortbildungen nach längerer Elternzeit kosten 500 bis 2.000 Euro; dazu kommen mögliche Gehaltseinbußen von bis zu 20 Prozent in den ersten Monaten nach dem Wiedereinstieg.

Hintergrund

Nach einer Elternzeit von mehr als 12 Monaten empfiehlt die Bundesärztekammer eine strukturierte Wiedereinstiegsphase. Kliniken bieten teils eigene Reentry-Programme an. Für Kassenärzte, die ihre Zulassung während der Elternzeit ruhend gestellt haben, fällt eine erneute Aktivierung der Zulassung an; die KV-Verwaltungsgebühren hierfür liegen bei 100 bis 300 Euro. Nachholende CME-Punkte (Continuing Medical Education) kosten je nach Fortbildung 200 bis 800 Euro pro Kurs. Ärzteversichert weist darauf hin, dass Berufsunfähigkeitsversicherungen während der Elternzeit weitergeführt werden sollten, um Versicherungslücken zu vermeiden.

Wann gilt das nicht?

Ärzte, die maximal 3 Monate in Elternzeit waren, benötigen in der Regel keine zusätzlichen Fortbildungen für den Wiedereinstieg. In Praxen, die den Arzt während der Elternzeit vertreten haben, ist der Wiedereinstieg oft reibungslos.

Quellen

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