Die Debatte um investorengetragene MVZ entzündet sich an der Frage, ob Renditeziele privater Investoren mit den Interessen der Patientenversorgung vereinbar sind. Als Alternative propagieren Ärzteverbände arztgeführte MVZ, in denen die unternehmerische Steuerung bei den behandelnden Medizinern selbst liegt. Kommunen, Krankenhäuser und Stiftungen treten ebenfalls als MVZ-Träger auf und können so die Versorgungskontinuität ohne Gewinninteresse sichern. Genossenschaftsmodelle unter Ärzten sind eine weitere aufkommende Alternative.

Hintergrund

Investoren, insbesondere in der Zahnmedizin und Augenheilkunde, haben in den letzten Jahren zahlreiche MVZ aufgekauft. Kritiker befürchten eine Rationalisierung der Leistungen zulasten der Qualität. Gesetzliche Regelungen zur Begrenzung von Investoren-MVZ befinden sich in der Diskussion.

Wann gilt das nicht?

In strukturschwachen Regionen mit Ärztemangel können Investoren-MVZ tatsächlich eine sinnvolle Lückenfüllung darstellen, wenn keine alternativen Träger bereitstehen. Hier sollte Versorgungssicherheit Vorrang haben.

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Quellen und weiterführende Informationen

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