Ein strukturiertes Mahnwesen ist für Arztpraxen wichtig, um offene Forderungen aus Privatliquidation oder IGeL-Leistungen zeitnah einzuziehen. Als Alternative zum klassischen manuellen Mahnwesen bieten automatisierte Erinnerungssysteme in der Praxisverwaltungssoftware eine zeitsparende Lösung. Factoring-Dienstleister übernehmen das komplette Forderungsmanagement und die Mahn-Prozesse gegen eine Gebühr, während gleichzeitig das Ausfallrisiko eliminiert wird. Bei hartnäckigen Zahlungsverweigerungen ist ein auf Heilberufe spezialisiertes Inkassobüro eine weitere Option.

Hintergrund

Praxen sollten klare interne Regeln für den Mahnprozess festlegen: Wann wird die erste Erinnerung verschickt? Wann folgt die zweite Mahnung? Wann wird ein Inkassobüro eingeschaltet? Eine klare Kommunikation zu Zahlungsmodalitäten schon beim Behandlungsvertrag reduziert spätere Zahlungsausfälle erheblich.

Wann gilt das nicht?

Im Kassenabrechnungsbereich ist kein aktives Mahnwesen nötig, da die KV das Honorar direkt auszahlt. Das Mahnwesen betrifft ausschließlich Privatliquidation und Selbstzahlerleistungen.

Ärzteversichert empfiehlt Praxisinhabern eine Rechtsschutzversicherung mit Forderungsmanagement für den Ernstfall.

Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Links führen zu offiziellen bzw. anerkannten Quellen und zu unserem Beratungsangebot für Mediziner.

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