Das Notfalldatenmanagement (NFDM) ermöglicht die freiwillige Speicherung wichtiger Gesundheitsinformationen auf der elektronischen Gesundheitskarte für den Notfall. Da die Nutzung freiwillig ist, gibt es für Patienten Alternativen: Notfallmedizinische Patientenausweise, die wichtige Diagnosen, Medikamente und Allergien kompakt zusammenfassen, sind eine analoge Alternative. Notfall-Apps auf dem Smartphone, die medizinische Daten für Rettungsdienste zugänglich machen, sind eine digitale Variante. Praxen, die NFDM anbieten möchten, sind auf die Telematikinfrastruktur angewiesen.

Hintergrund

Das NFDM wurde mit der elektronischen Gesundheitskarte eingeführt und kann von Ärzten befüllt werden. Die Befüllung setzt die ausdrückliche Einwilligung des Patienten voraus. Im Rettungseinsatz können Notärzte die Daten nur mit einem Heilberufsausweis und einem Notfalloverride-Verfahren lesen.

Wann gilt das nicht?

Für Patienten, die keine Daten digital speichern möchten, sind analoge Alternativen wie Notfallkarten oder der Hausarzt als Informationsquelle die einzige Option.

Ärzteversichert berät Praxen zu Datenschutz und Haftungsrisiken im Zusammenhang mit der digitalen Patientendatenverwaltung.

Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Links führen zu offiziellen bzw. anerkannten Quellen und zu unserem Beratungsangebot für Mediziner.

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