Telemedizin bietet Ärzten die Möglichkeit, Patienten ohne körperliche Anwesenheit zu versorgen, ist jedoch nicht für alle Fachrichtungen oder Patientengruppen gleich geeignet. Als Alternativen stehen strukturierte Hausbesuche mit Delegationsmodellen (z.B. VERAH in der Hausarztpraxis), erweiterte Telefonsprechstunden sowie die bewusste Positionierung als reine Präsenzpraxis zur Verfügung. Welche Lösung passt, hängt von Patientenstruktur, Region und Praxisschwerpunkten ab.

Hintergrund

Telemedizin eignet sich besonders für Folgeversorgung, Chroniker-Betreuung und Verlaufskontrollen. Erstuntersuchungen und akute Erkrankungen erfordern in der Regel den persönlichen Kontakt. Ärzte sollten Telemedizin als Ergänzung, nicht als Ersatz für die Präsenzversorgung betrachten.

Wann gilt das nicht?

Für Ärzte in Ballungszentren mit kurzen Anfahrtswegen und ausreichend Kapazitäten kann auf Telemedizin verzichtet werden, ohne Qualitätseinbußen zu riskieren. In ländlichen Gebieten ist Telemedizin dagegen ein wichtiges Instrument zur Versorgungssicherung.

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Quellen und weiterführende Informationen

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