Orthopäden und Unfallchirurgen müssen Patienten vor operativen Eingriffen am Bewegungsapparat besonders gründlich aufklären, da viele Eingriffe elektiv sind und konservative Alternativen bestehen. Die Wahl zwischen konservativer und operativer Therapie muss gemeinsam mit dem Patienten getroffen werden.

Hintergrund

Vor Gelenkersatzoperationen (z. B. Knie- oder Hüftprothese) sind Patienten über Implantathaltbarkeit, Revisionswahrscheinlichkeit, Thromboserisiko und mögliche Prothesenlockerung aufzuklären. Konservative Behandlungsoptionen wie Physiotherapie oder Schmerzmanagement sind als Alternativen darzustellen. Bei Wirbelsäuleneingriffen sind die begrenzten Erfolgsaussichten und das Risiko von Nervenschäden oder Instabilitäten zu erläutern. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Implantatmaterialien und -designs sind bei Relevanz zu besprechen.

Wann gilt das nicht?

In akuten unfallchirurgischen Notfallsituationen (z. B. offene Fraktur mit Gefäßverletzung) hat die sofortige operative Versorgung Vorrang.

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Quellen und weiterführende Informationen

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