Urologen führen eine Vielzahl diagnostischer und operativer Eingriffe durch, bei denen die Aufklärungspflicht besonders sensibel ist, da häufig Sexualfunktion, Kontinenz und Fertilität berührt werden. Patienten haben ein Recht auf vollständige Information über diese Risiken.

Hintergrund

Vor radikaler Prostatektomie sind Patienten explizit über das Risiko von Harninkontinenz und erektiler Dysfunktion aufzuklären. Bei der Vasektomie als dauerhafter Sterilisationseingriff ist über die Möglichkeit der Irreversibilität aufzuklären, und ein gesondertes ausführliches Aufklärungsgespräch ist erforderlich. Vor endoskopischen Eingriffen an Blase oder Niere sind Blutungs- und Infektionsrisiken zu erläutern. Für Behandlungen von Blasenkrebs mit intravesikaler Immuntherapie sind die möglichen Nebenwirkungen der BCG-Therapie anzusprechen.

Wann gilt das nicht?

In akuten urologischen Notfällen wie einem Harnverhalt mit drohendem Nierenschaden hat die sofortige Entlastung Vorrang. Aufklärung erfolgt dann so schnell wie möglich im Anschluss.

Ärzteversichert unterstützt Urologen mit einer Berufshaftpflichtversicherung, die die spezifischen Risiken ihres Faches berücksichtigt.

Quellen und weiterführende Informationen

Die folgenden Links führen zu offiziellen bzw. anerkannten Quellen und zu unserem Beratungsangebot für Mediziner.

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