Ärzte im Ruhestand haben keinen regelmäßigen Arbeitslohn mehr und sind daher auf ihr Kapital angewiesen; die Depot-Strategie sollte auf Kapitalerhalt, Liquidität und regelmäßige Ausschüttungen ausgerichtet sein.

Für Ärzte im Ruhestand empfiehlt sich eine defensive Depot-Strategie mit einer Aktienquote von 30 bis 50 Prozent, einem hohen Anleihen- und Tagesgeldanteil sowie ausschüttenden ETFs oder Dividendenfonds, die laufende Erträge generieren.

Hintergrund

Im Ruhestand wandelt sich die Anlagephase von der Ansparphase zur Entnahmephase; das Depot soll regelmäßig Erträge liefern, ohne das Kapital zu stark zu belasten. Ausschüttende ETFs auf breite Weltaktienindizes (z. B. MSCI World High Dividend) liefern regelmäßige Ausschüttungen bei gleichzeitiger Diversifikation. Die Aktienquote sollte je nach Risikobereitschaft 30 bis 50 Prozent betragen; der Rest kann in kurzlaufende Anleihen, Tagesgeld oder geldmarktnahe Fonds investiert werden. Eine Entnahmestrategie (z. B. 3 bis 4 Prozent des Depotwertes jährlich) kann den Werterhalt über Jahrzehnte sichern. Die Abgeltungsteuer (25 Prozent plus Solidaritätszuschlag) auf Kapitalerträge ist steuerplanerisch zu berücksichtigen; Freistellungsauftrag und ggf. Günstigerprüfung mit dem persönlichen Steuersatz sollten genutzt werden.

Wann gilt das nicht?

Ärzte im Ruhestand mit sehr hoher Versorgungswerksrente und geringem Kapitalverzehrbedarf können weiterhin wachstumsorientierter anlegen und einen höheren Aktienanteil beibehalten. Bei sehr kurzem verbleibendem Anlagehorizont sollte der Aktienanteil zugunsten sicherer Anlagen weiter reduziert werden.

Ärzteversichert berät Ärzte in allen Karrierephasen zu einer auf ihre Lebenssituation abgestimmten Vermögensstruktur.

Quellen

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