Ärzte in den letzten Jahren vor dem Ruhestand stehen vor der Herausforderung, ihr aufgebautes Vermögen zu sichern und gleichzeitig die verbleibende Zeit für weiteres Wachstum zu nutzen; eine schrittweise Defensivierung des Depots ist ratsam.

Für Ärzte in der Vorruhestands-Phase (5 bis 10 Jahre vor Renteneintritt) empfiehlt sich eine schrittweise Reduzierung der Aktienquote von 70 auf 40 bis 50 Prozent sowie die Umschichtung in kurzlaufende Anleihen, Tagesgeld und ausschüttende Fonds zur Vorbereitung auf die Entnahmephase.

Hintergrund

Ein großer Kurseinbruch kurz vor dem Renteneintritt kann das Lebenswerk erheblich beeinträchtigen, wenn keine Diversifikation in stabilere Anlagen vorgenommen wurde (Sequence-of-Returns-Risiko). Die schrittweise Umschichtung (Gleitpfad) von 70 Prozent Aktien auf 40 bis 50 Prozent über 10 Jahre reduziert das Timing-Risiko. Kurzlaufende Anleihen und Tagesgeld bieten Stabilität und Liquidität für die erste Zeit nach dem Renteneintritt. Praxisverkaufserlöse sollten nicht sofort vollständig in Aktien investiert werden; eine gestaffelte Anlage über sechs bis zwölf Monate reduziert das Einstiegsrisiko. Steuerplanung: Gewinne aus dem Praxisverkauf und Depotentnahmen sollten auf mehrere Jahre verteilt werden, um die Steuerlast zu optimieren.

Wann gilt das nicht?

Ärzte mit sehr solider Versorgungswerksrente und hoher Risikotoleranz können auch kurz vor dem Ruhestand noch eine höhere Aktienquote halten. Bei sehr langem Rentenhorizont (über 20 Jahre) ist ein vollständiger Rückzug aus Aktien kontraproduktiv.

Ärzteversichert berät Ärzte in der Vorruhestands-Phase zur optimalen Depot-Umstrukturierung.

Quellen

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