Assistenzärzte befinden sich in der frühen Karrierephase mit vergleichsweise niedrigem Einkommen, aber einem Anlagehorizont von 30 bis 40 Jahren; der Zinseszinseffekt kann bei frühem Start enorme Wirkung entfalten.

Assistenzärzte sollten möglichst früh mit einem ETF-Sparplan auf breit gestreute Weltaktienindizes (MSCI World, FTSE All World) beginnen; selbst 100 bis 200 Euro monatlich können über 30 Jahre durch den Zinseszinseffekt zu einem sechsstelligen Vermögen heranwachsen.

Hintergrund

Das Assistenzarztgehalt beträgt je nach Tarif und Diensten 4.000 bis 6.500 Euro brutto; nach Abzug von Steuern, Versorgungswerk und BU-Versicherung verbleiben begrenzte Sparmöglichkeiten. Dennoch gilt: Jeder früh angelegte Euro ist durch den Zinseszins mehr wert als später angelegtes Kapital. Ein einfaches Ein-ETF-Portfolio (z. B. iShares Core MSCI World) mit einer monatlichen Sparrate ab 50 Euro bei einem Neobroker ist kosteneffizient und unkompliziert. Der Freistellungsauftrag von 1.000 Euro jährlich sollte von Beginn an eingerichtet werden. Liquiditätsreserve zuerst aufbauen (drei bis sechs Monatsgehälter auf Tagesgeld), danach Depotaufbau starten. Robo-Advisor-Plattformen können den Einstieg vereinfachen; langfristig sind eigene ETF-Sparpläne günstiger.

Wann gilt das nicht?

Assistenzärzte mit hohen Studienschulden sollten zunächst abwägen, ob Schulden tilgen oder Depotaufbau sinnvoller ist; bei niedrigen Zinsen auf Studienschulden ist Investieren oft vorteilhafter. Bei sehr kurzem Anlagehorizont (Elternzeitplanung, Praxisgründung in wenigen Jahren) muss das Risikoprofil angepasst werden.

Ärzteversichert begleitet Assistenzärzte von Beginn an bei der Finanzplanung und Absicherung.

Quellen

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