Fachärzte mit abgeschlossener Weiterbildung verdienen deutlich besser als in der Assistenzzeit und haben einen Anlagehorizont von 20 bis 30 Jahren; eine wachstumsorientierte Strategie mit hoher Aktienquote ist passend.
Fachärzte können eine Aktienquote von 70 bis 90 Prozent im Depot halten; ein Zwei-ETF-Portfolio aus MSCI World und Emerging Markets oder ein breit gestreuter Welt-ETF (FTSE All World) bildet das Fundament; regelmäßiges Rebalancing hält die Zielallokation auf Kurs.
Hintergrund
Fachärzte verdienen je nach Tätigkeit 80.000 bis 150.000 Euro brutto jährlich; nach Steuern und Versorgungswerk sind erhebliche Sparquoten von 20 bis 30 Prozent des Nettoeinkommens möglich. Eine Aktienquote von 70 bis 90 Prozent ist bei einem Anlagehorizont von über 20 Jahren angemessen; kurzfristige Kursrückgänge werden statistisch kompensiert. Das klassische Zwei-ETF-Portfolio (MSCI World 70 Prozent, MSCI Emerging Markets 30 Prozent) oder ein All-World-ETF bieten breite Diversifikation über mehr als 3.000 Unternehmen. Kosten sind entscheidend: ETFs mit einem TER unter 0,2 Prozent jährlich schlagen aktive Fonds langfristig in den meisten Fällen. Jährliches Rebalancing stellt sicher, dass die Aktienquote konstant bleibt und keine ungewollten Klumpenrisiken entstehen.
Wann gilt das nicht?
Fachärzte mit konkreter Praxisgründungsplanung in den nächsten drei bis fünf Jahren sollten für das benötigte Eigenkapital (oft 50.000 bis 150.000 Euro) gesondert liquide Mittel zurücklegen. Bei sehr hoher Risikoaversion oder familiären Verpflichtungen sollte die Aktienquote reduziert werden.
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Quellen
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