Medizinstudenten haben in der Regel ein sehr begrenztes Budget, aber den größten denkbaren Vorteil beim Investieren: Zeit. Schon kleine Beträge entwickeln sich über 35 bis 40 Jahre durch den Zinseszinseffekt erheblich.
Medizinstudenten sollten möglichst früh einen kleinen ETF-Sparplan ab 25 Euro monatlich auf einen breiten Weltaktienindex starten; wichtig ist die Regelmäßigkeit, nicht die Höhe des Betrags, da der Zinseszins mit zunehmender Laufzeit exponentiell wirkt.
Hintergrund
Der Zinseszinseffekt ist mächtig: 25 Euro monatlich, über 40 Jahre bei 7 Prozent durchschnittlicher Rendite, ergeben rund 65.000 Euro; 100 Euro monatlich über denselben Zeitraum über 260.000 Euro. Neobroker (z. B. Trade Republic, Scalable Capital) ermöglichen ETF-Sparpläne ab 1 Euro monatlich ohne Depotgebühren. Ein einfacher MSCI World oder FTSE All World ETF ist für Studenten ausreichend; Komplexität erhöht nicht automatisch die Rendite. Freistellungsauftrag sofort einrichten (1.000 Euro jährlich sind steuerfrei). BAföG-Empfänger müssen beachten, dass Kapitaleinkünfte den Bedarfssatz beeinflussen können; die Freigrenze liegt bei 4.805 Euro jährlich. Das Depot sollte als sehr langfristig betrachtet werden; kurzfristige Marktschwankungen sind irrelevant.
Wann gilt das nicht?
Medizinstudenten mit Dispositionskredit oder Verbraucherschulden sollten diese zuerst tilgen; Renditen von Aktien-ETFs (historisch ca. 7 bis 8 Prozent) übersteigen Dispozinsen (oft 10 bis 14 Prozent) nicht. Bei konkretem Liquiditätsbedarf (z. B. Auslandssemester) sollte das Depot-Kapital nicht verplant werden.
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Quellen
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