Allgemeinmediziner, die eine eigene Praxis gründen, stehen vor einer Vielzahl praktischer Herausforderungen; die meisten berichten rückblickend, dass sie den zeitlichen und finanziellen Aufwand unterschätzt haben.

Allgemeinmediziner erleben die Praxisgründung häufig als langwieriger als erwartet: KV-Zulassungsverfahren dauern im Durchschnitt 3 bis 6 Monate, Investitionskosten für Erstausstattung liegen typischerweise zwischen 150.000 und 300.000 Euro, und die ersten Quartale sind durch Liquiditätsengpässe geprägt.

Hintergrund

Der häufigste Erfahrungsbericht: Der Bedarfsplanungsprozess ist komplex und oft langwieriger als angenommen. Planungsbereichsgrenzen, Wartelisten für Kassensitze und die Praxisbörsen der KV können mehrere Monate in Anspruch nehmen. Viele Allgemeinmediziner empfehlen, mindestens 12 Monate vor dem geplanten Start mit der Vorbereitung zu beginnen. Finanzierung und Liquiditätsplanung werden als unterschätztes Risiko eingestuft: Bankkredite müssen früh beantragt werden, KfW-Förderkredite können die Zinsbelastung reduzieren, und die ersten 2 bis 3 Quartale laufen oft im Minus. Die Organisation des Praxisteams (MFA-Einstellung, Gehaltsstruktur, Arbeitszeitmodelle) ist zeitaufwendiger als erwartet. Viele berichten, dass sie zu Beginn zu wenig Zeit für Betriebswirtschaft einplanten; ein erfahrener Steuerberater mit Arztpraxis-Erfahrung zahlt sich schnell aus. Kooperationsmodelle (Berufsausübungsgemeinschaft, MVZ) werden von erfahrenen Gründern zunehmend als attraktive Alternative zur Einzelpraxis eingestuft.

Wann gilt das nicht?

Angestellte Ärzte in Kooperationsstrukturen oder MVZ haben deutlich geringere Gründungsrisiken; die Erfahrungen von Einzelpraxisgründern sind nicht direkt übertragbar.

Ärzteversichert begleitet Allgemeinmediziner bei der Praxisgründung mit maßgeschneiderten Versicherungslösungen und Beratung zur Absicherung in der Startphase.

Quellen

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