Dermatologen zählen zu den Fachrichtungen mit besonders langen Kassensitzwartezeiten; viele Gründer starten daher zunächst als Privatärzte oder in IGeL-lastigen Praxen.

Dermatologen berichten, dass der Erwerb eines Kassensitzes in attraktiven Lagen sehr teuer (Praxiskaufpreise von 200.000 bis 600.000 Euro) und wettbewerbsintensiv ist; wer frühzeitig auf IGeL-Schwerpunkte (Lasermedizin, ästhetische Dermatologie) setzt, kann auch ohne Kassenbetrieb profitabel starten.

Hintergrund

Dermatologie ist eine der Fachrichtungen mit den meisten gesperrten Planungsbereichen; Kassensitze sind selten und teuer. Der Übernahmepreis einer bestehenden Praxis liegt häufig bei einem bis zwei Jahresumsätzen. Viele Gründer empfehlen daher den Einstieg über eine Anstellung in einer Praxis, bevor man einen eigenen Sitz erwirbt. Das IGeL-Potenzial in der Dermatologie ist hoch: Laserbehandlungen, Botox, Filler und Hautkrebsvorsorge über den gesetzlichen Standard hinaus sind gefragte Zusatzleistungen. Lasergeräte (CO2, Nd:YAG, IPL) sind mit 30.000 bis 150.000 Euro pro Gerät eine erhebliche Investition; die Nachfrage sollte vor dem Kauf sorgfältig analysiert werden. Gründer berichten, dass Marketing und Online-Präsenz (Website, Google-Bewertungen) für ästhetisch-dermatologische Angebote deutlich wichtiger sind als in anderen Fachrichtungen.

Wann gilt das nicht?

Dermatologen, die ausschließlich Kassenpatienten ohne IGeL-Schwerpunkt behandeln, machen andere Erfahrungen; die Kombination aus GKV und privatem Zusatzangebot ist der häufigste Gründungsansatz.

Ärzteversichert berät Dermatologen zur Berufshaftpflicht für lasermedizinische und ästhetische Eingriffe sowie zur Praxisabsicherung in der Startphase.

Quellen

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