Internisten stehen bei der Praxisgründung vor der grundlegenden Entscheidung zwischen hausärztlicher, fachärztlicher oder schwerpunktinternistischer Ausrichtung; diese Weichenstellung bestimmt Gerätebedarf, Patientenstruktur und Wirtschaftlichkeit.
Internisten berichten, dass fachärztliche Internisten mit Endoskopie-Schwerpunkt Startinvestitionen von 200.000 bis 400.000 Euro einplanen müssen; Endoskopietürme (Gastroskopie, Koloskopie) sind mit je 30.000 bis 80.000 Euro die größten Einzelpositionen und erfordern eine belastbare Fallzahlkalkulation vor der Anschaffung.
Hintergrund
Die häufigste Erfahrung: Die Entscheidung zwischen hausärztlichem und fachärztlichem Internismus hat große wirtschaftliche Konsequenzen. Hausärztliche Internisten haben niedrigere Gerätekosten, aber auch geringere EBM-Vergütungen pro Kontakt; fachärztliche Internisten haben höhere Investitionskosten, aber besser vergütete Eingriffe. Endoskopie-Zentren berichten von Anlaufzeiten von 6 bis 12 Monaten, bis ausreichende Koloskopie-Fallzahlen für Wirtschaftlichkeit erreicht sind; das Marketing in Richtung einweisende Hausärzte ist entscheidend. Herzkatheterlabors in der niedergelassenen Praxis sind die Ausnahme und erfordern spezielle KV-Genehmigungen und erhebliche Investitionen über 500.000 Euro. Diabetes- und Ernährungsberatung als strukturierte DMP-Programme sind ein wichtiges Erlöselement für viele internistische Praxen. Gründer empfehlen die enge Zusammenarbeit mit einem auf Ärzte spezialisierten Steuerberater von Beginn an.
Wann gilt das nicht?
Internisten im hausärztlichen Versorgungsbereich machen andere Erfahrungen als fachärztliche Spezialisten; die Geräteinvestitionen und Fallzahlüberlegungen gelten primär für den fachärztlichen Schwerpunktbereich.
Ärzteversichert berät Internisten zur Berufshaftpflicht für diagnostische und therapeutische Eingriffe und zu optimalen Praxisabsicherungskonzepten.
Quellen
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