Kardiologische Praxisgründungen sind besonders kapitalintensiv; das vollständige kardiologische Leistungsspektrum erfordert Geräte im Wert von mehreren Hunderttausend Euro und spezielle KV-Genehmigungen.
Kardiologen berichten von Gesamtinvestitionskosten zwischen 300.000 und 700.000 Euro für eine vollständig ausgestattete Praxis; Echokardiographiegeräte, Herzkatheterlabor (falls geplant), EKG-Systeme und Langzeit-Monitoring sind die wichtigsten Positionen; KV-Genehmigungen für invasive Eingriffe dauern mehrere Monate.
Hintergrund
Echokardiographiegeräte der aktuellen Generation kosten 40.000 bis 100.000 Euro; ein vollständiges kardiologisches Praxislabor (EKG, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruck, Ergometrie, Echokardiographie) summiert sich auf 100.000 bis 200.000 Euro. Herzkatheterlabore in der niedergelassenen Praxis sind selten und sehr kapitalintensiv (über 500.000 Euro); die meisten niedergelassenen Kardiologen verzichten darauf und überweisen für Kathetereingriffe in Kliniken. KV-Genehmigungen für spezifische kardiologische Leistungen (interventionelle Kardiologie, Schrittmacherkontrollen, Telemonitoring) erfordern Nachweise über Fallzahlen und Geräteverfügbarkeit; die Beantragung sollte frühzeitig erfolgen. Schrittmacher- und ICD-Ambulanzen sind wirtschaftlich wichtige Leistungsbereiche; Verträge mit Geräteherstellern für Schulungen und technischen Support sind empfehlenswert. Gründer empfehlen, mit einer Gemeinschaftspraxis oder Teilhaberkonstruktion zu starten, um Investitionskosten zu teilen.
Wann gilt das nicht?
Kardiologen, die ausschließlich nicht-invasive Diagnostik ohne Herzkatheterlabor anbieten, haben deutlich niedrigere Investitionskosten; die genannten Zahlen gelten für das vollständige Leistungsspektrum.
Ärzteversichert berät Kardiologen zur Berufshaftpflicht für interventionelle Eingriffe und zu Gerätefinanzierungsmodellen in der Niederlassung.
Quellen
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