Orthopäden berichten, dass die Praxisgründung stark von der geplanten Leistungsstruktur abhängt; rein konservative Orthopädie erfordert deutlich weniger Investitionen als eine operativ ausgerichtete Praxis mit Belegarztstatus.
Orthopäden berichten von Startinvestitionen zwischen 150.000 und 400.000 Euro; Röntgengeräte, Ultraschall, ggf. MRT-Kooperationsvertrag und Physiotherapieräume sind die wichtigsten Positionen; Belegarztverträge für orthopädische Eingriffe müssen frühzeitig verhandelt werden.
Hintergrund
Röntgenausstattung (digitales Röntgen, ggf. Orthopantomogramm) ist mit 30.000 bis 100.000 Euro eine der zentralen Investitionen; ohne eigene Röntgenmöglichkeit ist eine orthopädische Praxis kaum konkurrenzfähig. Ultraschall für Gelenke, Sehnen und Muskeln (B-Mode, Duplex) ist mit 15.000 bis 40.000 Euro eine kosteneffiziente Ergänzung. Viele Orthopäden kooperieren mit MRT-Zentren statt eigene MRT-Geräte anzuschaffen; Kooperationsverträge mit Radiologen sichern die Bildgebungskapazität. Arthroskopiegeräte und minimal-invasives Instrumentarium für kleine Eingriffe in der Praxis sind mit 20.000 bis 60.000 Euro für Praxen mit operativem Schwerpunkt wichtig. Physiotherapeutische Kooperationen im Praxisgebäude steigern die Patientenzufriedenheit und ermöglichen sinnvolle Behandlungskontinuität. Sportorthopädie und Unfallchirurgie als Zusatzschwerpunkte steigern das Erlöspotenzial.
Wann gilt das nicht?
Orthopäden, die ausschließlich konservativ ohne operative Tätigkeiten arbeiten, haben deutlich niedrigere Investitionskosten; die genannten Werte gelten für eine vollständig ausgestattete orthopädische Praxis.
Ärzteversichert berät Orthopäden zur Berufshaftpflicht für operative Eingriffe und zu Implantat-Haftungsrisiken in der Niederlassung.
Quellen
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