Radiologische Praxisgründungen gehören zu den kapitalintensivsten in der Medizin; MRT- und CT-Geräte kosten mehrere Millionen Euro und erfordern spezielle Raumausstattung sowie KV-Genehmigungen.
Radiologen berichten von Gesamtinvestitionskosten von 1,5 bis 4 Millionen Euro für eine vollständig ausgestattete Praxis mit MRT und CT; MRT-Geräte kosten 800.000 bis 2.000.000 Euro, CT-Geräte 300.000 bis 800.000 Euro; Strahlenschutzgenehmigungen und KV-Planungsgenehmigungen dauern zusammen 6 bis 18 Monate.
Hintergrund
MRT und CT sind die teuersten Geräte in der ambulanten Medizin; Leasingmodelle werden von Gründern häufig bevorzugt, da Geräte alle 8 bis 10 Jahre ersetzt werden müssen und so Kapital flexibel bleibt. Strahlenschutzgenehmigungen für CT-Geräte (ionisierende Strahlung) müssen vor Inbetriebnahme vorliegen; die Beantragung beim Landesamt dauert 3 bis 12 Monate. KV-Genehmigungen für MRT und CT unterliegen der Bedarfsplanung; in vielen Regionen gibt es wenige freie Standorte. Radiologische Praxen werden fast ausschließlich als Gemeinschaftspraxen betrieben; allein sind die Investitionskosten und die Rufbereitschaft kaum tragbar. Einweisermarketing ist entscheidend; enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachärzten und Kliniken sichert ausreichende Fallzahlen. Gründer empfehlen, mindestens 18 Monate vor dem geplanten Start zu beginnen.
Wann gilt das nicht?
Radiologen ohne eigene MRT/CT-Ausstattung (Kooperationsmodelle) machen andere Erfahrungen; die genannten Investitionskosten gelten für eine vollständig eigenständige radiologische Praxis.
Ärzteversichert berät Radiologen zur Berufshaftpflicht für Befundungsrisiken und zu Gerätefinanzierungsmodellen für die Niederlassung.
Quellen
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