Ärzte im Ruhestand stehen vor der Herausforderung, ihr angespartes Kapital so anzulegen, dass es langfristig trägt und dabei regelmäßige Entnahmen ermöglicht, ohne das Kapital zu schnell aufzubrauchen.

Für Ärzte im Ruhestand empfiehlt sich eine konservativere ETF-Allokation mit ca. 40 bis 60 Prozent Aktien-ETFs (breit diversifiziert, MSCI World) und 40 bis 60 Prozent Anleihen-ETFs; die jährliche Entnahmerate sollte die 4-Prozent-Regel beachten, um das Kapital statistisch über 30 Jahre zu erhalten.

Hintergrund

Die Entnahmestrategie ist das zentrale Thema für Ruheständler mit ETF-Portfolio: Die 4-Prozent-Regel besagt, dass ein Portfolio bei einer Entnahme von 4 Prozent des Startkapitals jährlich mit hoher Wahrscheinlichkeit 30 Jahre lang trägt. Ein Beispielportfolio für Ärzte im Ruhestand könnte 50 Prozent MSCI World ETF (thesaurierend oder ausschüttend), 30 Prozent Anleihen-ETF (Staatsanleihen Investment Grade) und 20 Prozent Geldmarkt-ETF oder Tagesgeld für die Liquiditätsreserve der nächsten 2 bis 3 Jahre enthalten. Ausschüttende ETFs sind im Ruhestand besonders praktisch, da sie regelmäßige Cashflows ohne Verkäufe erzeugen; die Besteuerung von Ausschüttungen mit dem persönlichen Steuersatz ist zu berücksichtigen. Rebalancing einmal jährlich ist ausreichend; eine zu häufige Anpassung verursacht unnötige Transaktionskosten und Steuerlasten. Das Sequence-of-Returns-Risiko (schlechte Renditen zu Rentenbeginn schaden besonders) sollte durch eine 2- bis 3-Jahres-Liquiditätsreserve abgepuffert werden.

Wann gilt das nicht?

Ärzte im Ruhestand mit sehr hohen anderen Einnahmen (Rente, Vermietung) können einen höheren Aktienanteil halten, da sie weniger auf Entnahmen aus dem ETF-Depot angewiesen sind.

Ärzteversichert berät pensionierte Ärzte zu einem umfassenden Finanzschutzkonzept im Ruhestand.

Quellen

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