Ärzte, die in 5 bis 10 Jahren in Rente gehen, befinden sich in der kritischsten Phase ihrer Vermögensplanung; ein größerer Kurseinbruch kurz vor dem Ruhestand kann die Entnahmepläne erheblich beeinträchtigen.
Für Ärzte, die 5 bis 10 Jahre vor dem Ruhestand stehen, empfiehlt sich ein schrittweiser Glide-Path: Der Aktienanteil sollte von etwa 70 Prozent auf 50 Prozent reduziert werden; der freiwerdende Anteil fließt in Anleihen-ETFs und aufgebaute Liquiditätsreserven für die ersten Ruhestandsjahre.
Hintergrund
Das Sequence-of-Returns-Risiko ist in den 5 Jahren vor und nach dem Ruhestandsbeginn am größten; ein Kurseinbruch von 30 Prozent beim Renteneintritt kann die Entnahmekapazität dauerhaft um 10 bis 20 Prozent reduzieren. Ein Glide-Path bedeutet, den Aktienanteil jährlich um etwa 2 bis 3 Prozentpunkte zu reduzieren und in weniger volatile Anlagen umzuschichten. Anleihen-ETFs auf Investment-Grade-Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen sind die klassische Diversifikation; in Niedrigzinsphasen können Geldmarkt-ETFs eine Alternative sein. Ein Liquiditätspuffer von 2 bis 3 Jahresausgaben auf Tagesgeld oder Festgeld gibt die Freiheit, in Marktabschwüngen keine ETF-Anteile verkaufen zu müssen. Steueroptimierung durch Verlustverrechnung und gezielte Gewinnrealisierungen wird ab 3 Jahren vor dem Ruhestand wichtiger. Pensionierte Ärzte aus dem Versorgungswerk haben eine andere Ausgangslage als solche mit reiner GRV-Absicherung.
Wann gilt das nicht?
Ärzte mit hoher gesicherter Rente (Versorgungswerk) und ausreichender Liquidität können einen höheren Aktienanteil bis in den Ruhestand hinein halten, da sie weniger auf ETF-Entnahmen angewiesen sind.
Ärzteversichert berät Ärzte vor dem Ruhestand zu einer umfassenden Finanzplanung und Absicherungsstrategie für den Übergang.
Quellen
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