Assistenzärzte stehen am Beginn ihrer finanziellen Karriere; trotz noch moderater Gehälter lohnt sich ein früher ETF-Start, da der Zeithorizont von 30 bis 40 Jahren den Zinseszinseffekt maximal ausnutzt.

Für Assistenzärzte empfiehlt sich ein automatisierter ETF-Sparplan mit einem breit diversifizierten MSCI-World- oder FTSE-All-World-ETF; 150 bis 300 Euro monatlich bei 7 Prozent historischer Durchschnittsrendite ergeben über 30 Jahre ca. 170.000 bis 340.000 Euro Endvermögen ohne Sparratenerhöhung.

Hintergrund

Der häufigste Fehler von Assistenzärzten ist zu langes Warten; jedes Jahr früher investiert erhöht das Endvermögen erheblich. Ein MSCI-World-ETF (oder FTSE-All-World-ETF als Einstiegs-Allzwecklösung) bildet mehr als 1.500 Unternehmen aus über 20 Industrieländern ab und ist kostengünstig (TER unter 0,20 Prozent). Neobroker und Direktbanken bieten kostenlose Sparpläne ab 25 Euro monatlich; die Einrichtung dauert weniger als 30 Minuten. Assistenzärzte sollten zunächst einen Notgroschenfonds (3 Monatsgehälter auf Tagesgeld) aufbauen, bevor sie ETF-Sparpläne starten. Steuerlich ist der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (Einzelpersonen) bzw. 2.000 Euro (Ehepaare) jährlich steuerfrei; thesaurierende ETFs verschieben die Steuerlast auf spätere Jahre. Die Sparrate kann mit steigendem Gehalt schrittweise erhöht werden; Facharztstatus und Gehaltssprünge bieten Gelegenheiten zur Aufstockung.

Wann gilt das nicht?

Assistenzärzte mit hohen Schulden (z. B. BAföG-Rückzahlungen) sollten zuerst Hochzinsschulden tilgen, bevor sie ETF-Sparpläne starten; der garantierte Zinsersparte übersteigt häufig die erwartete ETF-Rendite.

Ärzteversichert berät Assistenzärzte zu einem frühen Einstieg in die finanzielle Absicherung und zu Einsteiger-Versicherungskonzepten.

Quellen

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