Oberärzte befinden sich in einer Karrierephase, in der das Einkommen deutlich gestiegen ist; die Sparrate sollte mit dem Gehalt skaliert werden, um das erhöhte Potential der mittleren Karrierephase voll auszunutzen.

Für Oberärzte empfiehlt sich ein 2- bis 3-ETF-Portfolio mit 60 bis 70 Prozent MSCI-World-ETF, 20 bis 25 Prozent MSCI-Emerging-Markets-ETF und optional 10 bis 15 Prozent Small-Cap-ETF; bei einem Nettoeinkommen von 4.000 bis 6.000 Euro sollte die Sparrate 800 bis 1.500 Euro monatlich betragen.

Hintergrund

Das Oberarzteinkommen (brutto typisch 90.000 bis 130.000 Euro) bietet erheblich mehr Anlagespielraum als die Assistenzarztphase; die Sparrate sollte mindestens 20 Prozent des Nettoeinkommens betragen. Ein 3-ETF-Portfolio (MSCI World, Emerging Markets, Small Caps) bietet breitere Diversifikation als ein einzelner ETF; die Small-Cap-Komponente nutzt den historisch nachgewiesenen Size-Faktor (kleinere Unternehmen performen langfristig tendenziell besser). Rebalancing einmal jährlich ist ausreichend; die Zielallokation sollte schriftlich festgelegt werden, um emotionale Entscheidungen in volatilen Märkten zu vermeiden. Liquiditätsmanagement: Ein Notgroschenfonds von 6 Monatsgehältern bleibt wichtig; auch ein Eigenheimkauf in dieser Karrierephase sollte in die Gesamtplanung einbezogen werden. Steueroptimierung durch Nutzung des Sparerpauschbetrags und ggf. Ehepartner-Depots ist bei diesen Einkommensniveaus sinnvoll.

Wann gilt das nicht?

Oberärzte, die kurz vor einer Praxisgründung oder einem Wechsel in die Niederlassung stehen, sollten Liquiditätsreserven für Eigenkapitalanforderungen priorisieren; der ETF-Sparplan kann in dieser Phase temporär reduziert werden.

Ärzteversichert berät Oberärzte zu Versicherungs- und Investitionskonzepten, die zur Einkommens- und Karrieresituation passen.

Quellen

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