Die 5 bis 10 Jahre vor dem Ruhestand sind die wichtigste und fehleranfälligste Phase der Finanzplanung; Fehler in dieser Zeit können langfristige Auswirkungen auf den Lebensstandard im Ruhestand haben.

Die häufigsten Finanzfehler von Ärzten kurz vor dem Ruhestand sind: zu lange an einer hohen Aktienquote festhalten, die Steuerbelastung auf Versorgungswerk-Renten unterschätzen, keine Liquiditätsreserve für die ersten Ruhestandsjahre aufbauen und die Praxisabgabe steuerlich nicht optimal vorbereiten.

Hintergrund

Fehler 1: Kein Glide-Path. Wer bis zum Renteneintritt 100 Prozent Aktien hält und ein Markteinbruch kommt, kann die Entnahmephase stark belastet starten; der Aktienanteil sollte 5 Jahre vor dem Ruhestand schrittweise reduziert werden. Fehler 2: Steuer auf Versorgungswerksrenten unterschätzen. Versorgungswerksrenten sind wie gesetzliche Renten nachgelagert besteuert; der steuerpflichtige Anteil steigt jedes Jahr; bei Rentenbeginn 2025 sind 83 Prozent der Rente steuerpflichtig; die Steuerlast kann erheblich sein. Fehler 3: Praxisabgabe nicht steueroptimiert vorbereiten. Praxisabgaben nach § 34 EStG können tarifbegünstigt besteuert werden; die Planung muss mindestens 2 bis 3 Jahre vorher beginnen. Fehler 4: Keine Rentenoptimierungsberatung. Viele Ärzte holen keine Rentenberatung ein und verschenken Monate an Rentenbeginn oder vorteilhafte Steuergrenzen.

Wann gilt das nicht?

Ärzte, die über erhebliches anderes Vermögen (Immobilien, Erbschaften) verfügen, haben mehr Flexibilität beim Timing; die genannten Fehler betreffen vor allem Ärzte mit primärer Abhängigkeit von Versorgungswerk und Depot.

Ärzteversichert berät Ärzte vor dem Ruhestand zu einer umfassenden Übergangsplanung und zu steueroptimierter Praxisabgabe.

Quellen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →