Assistenzärzte machen häufig typische Anfängerfehler in der Finanzplanung; viele haben im Studium keine Grundausbildung zu persönlichen Finanzen erhalten und starten mit dem ersten Gehalt ohne Plan.
Die häufigsten Finanzfehler von Assistenzärzten sind: kein oder zu später Start mit der Altersvorsorge, fehlender Berufsunfähigkeitsschutz trotz hohem BU-Risiko als Arzt, Lifestyle-Creep durch sofortige Steigerung des Konsumstandards nach dem ersten Gehalt sowie keine Notfallrücklage.
Hintergrund
Fehler 1: Zu später Altersvorsorge-Start. Jedes Jahr Verzögerung kostet durch den Zinseszinseffekt erheblich; ein Assistenzarzt, der mit 30 statt mit 28 beginnt, muss monatlich deutlich mehr sparen, um dasselbe Ziel zu erreichen. Fehler 2: Kein BU-Schutz. Ärzte haben durch präzise Feinmotorik (Chirurgen), Strahlungsbelastung und psychische Belastung ein erhöhtes BU-Risiko; ohne BU-Versicherung droht bei Berufsunfähigkeit ein dramatischer Einkommensverlust; BU-Beiträge sind im Assistenzarztalter (25 bis 35) am günstigsten. Fehler 3: Lifestyle-Creep. Das erste Assistenzarztgehalt von netto 2.800 bis 3.500 Euro verführt zu sofortiger Konsumskalierung (neue Wohnung, Auto, Urlaube); dabei ist genau jetzt der günstigste Moment, Spargewohnheiten zu etablieren. Fehler 4: Keine Notfallrücklage. Mindestens 3 Monatsgehälter auf Tagesgeld sichern gegen unvorhergesehene Ausgaben ab und verhindern Schulden.
Wann gilt das nicht?
Assistenzärzte mit sehr hohen bestehenden Schulden (Elternkredite, Konsumentenschulden) sollten zuerst Hochzinsschulden tilgen; BU-Schutz ist aber in jedem Fall zu priorisieren.
Ärzteversichert berät Assistenzärzte zu kosteneffizienten Einsteiger-Versicherungskonzepten und zur richtigen Prioritätensetzung beim Vermögensaufbau.
Quellen
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